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Blizzard: Botting Urteil könnte Onlinegame-Szene umkrempeln

Blizzard befindet sich schon seit geraumer Zeit in einem Rechtsstreit mit der Firma Bossland GmbH. Es geht um die Nutzung von Bots in Onlinegames, das sogenannte Botting.

Bossland vertreibt Bots, welche Spieler in Onlinegames wie World of Warcraft oder Diablo 3 nutzen können, um bestimmte langwierige und manchmal auch langweilige Aufgaben automatisch ausführen zu lassen.

Allerdings hat Blizzard etwas dagegen. Man sagt, dass dies gegen die AGBs verstoßen würde und einen unfairen Vorteil gegenüber anderen Spielern schaffe. Das „Botting“ ist jedoch bei den Spielern sehr beliebt und man gibt sehr viel Geld für Bots aus. Das dürfte wohl auch ein großer Grund dafür sein, dass Blizzard Bossland verklagt hat. Schließlich macht das Unternehmen im Prinzip durch das Botting mit den Marken von Blizzard Geld.

Anwalt Marian Härtel erklärte nun, dass in diesem Fall am 6. Oktober eine Anhörung vor dem Bundesgerichtshof stattfinden wird. Dann wird wohl auch das Urteil gefällt, welches schwerwiegende Auswirkungen auf die gesamte Gaming-Branche haben könnte. Hier vor allem in Europa, unter Umständen aber sogar auch international. Es geht dabei vor allem um folgende Fragen:

Ist die Nutzung von Bots für Blizzard geschäftsschädigend und kann man dies nachweisen? Haben Bots finanziellen Schaden zur Folge oder führen sie zu mehr Spielern im Spiel? Verstößt die Entwicklung und Verbreitung der Software gegen die Gesetze für den freien Wettbewerb in Deutschland oder handelt es sich um eine vertragliche Beziehung zwischen Blizzard und den Kunden? Können im Laden oder online erworbene Spiele nur privat oder auch kommerziell genutzt werden? Muss der Publisher eindeutig darauf hinweisen, inwiefern seine Software genutzt werden darf? Sind die AGBs von Blizzard in Deutschland verbindlich?

Wie man anhand der Fragen sehen kann, könnte das Urteil wirklich deutliche Auswirkungen auf Onlinegames haben.

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