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Brauchen MMORPGs viele Spieler auf engem Raum?

Massively Multiplayer RPGs bezeichnen Spiele, bei denen massenhaft Spieler unterwegs sind. Doch müssen diese immer auf engstem Raum unterwegs sein?

Ein Problem von MMORPGs ist es, dass man eigentlich nicht wirklich das Gefühl hat, ein Held, ein mächtiger Krieger oder ein überragender Zauberer zu sein – denn man ist von Helden, mächtigen Kriegern und überragenden Zauberern umgeben.

Was, wenn man die Spielwelt eines MMOs so vergrößern und die Anzahl der Spieler so anpassen würde, dass man nur selten auf andere Spieler treffen würde? So, wie es beispielsweise Elite Dangerous oder das kommende No Man’s Sky machen? In diesen Spielen trifft man eher selten auf andere Spieler, weil die Spielwelt einfach so groß ist. Bei No Man’s Sky wird das Universum sogar so groß sein, dass man es zu Lebzeiten nie komplett erkunden kann. Und in diesem gigantischen Universum werden die Spieler verteilt. Es stellt etwas Besonderes dar, einen anderen Spieler zu treffen, und man selbst hat das Gefühl, in der Ecke, in der man unterwegs ist, etwas erreichen zu können.

Ganz so krass müsste es natürlich nicht sein. Doch wäre es nicht interessant, wenn man in einem Gebiet nur auf wenige andere Helden treffen würde? Wenn sich die Spieler über eine riesige Welt verteilen würden? Dann wäre man in dem Areal, in dem man unterwegs ist, vielleicht wirklich einer von wenigen Helden und könnte durch seine Taten das Gefühl bekommen, in diesem Gebiet etwas erreichen zu können. Natürlich müsste es die Möglichkeit geben, auf andere Spieler zu treffen, um mit diesen gemeinsam Abenteuer bestreiten zu können oder um sie angreifen zu können. Komplett alleine in einem Areal zu sein, würde gegen den Grundsatz eines MMOs gehen. Allerdings verschaffen zu viele Spieler auf zu engem Raum eben auch das Gefühl, dass man nur einer unter vielen ist und dass die Welt von Helden bevölkert ist.

Vielleicht könnte ein solches MMO eine andere Atmosphäre aufbauen. Allerdings wäre dafür natürlich auch einiges Umdenken von den Spielern erforderlich und die sind nunmal gängige MMORPGs gewöhnt…

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1 comment

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  1. Andreas 1 März, 2016 at 20:50 Antworten

    Naja, da die meisten Spiele ohnehin kränkeln was Spieleranzahlen angeht trifft man viele Spieler sowieso nur noch im Chat oder in Basen/Grosstädten/wieauchimmermansolchegebieteauchnennenmag.
    Man nehme SwTor zb. Pro Planet hats da nie mehr als 10-20 Spieler, dafür sind die Flottenbasis oder die Gebiete mit den Dailys immer voll.
    Abgesehen davon gehen vor allem die neueren (und meist nur englischsprachigen) Spiele dazu über verschiedene „Channels“ innerhalb eines Servers anzubieten, so das man dann von vollen Gebieten in gleiche aber leere(re) switchen kann.
    Und in KEINEM MMO(RPG) das ich kenne, kam JEMALS das Gefühl auf ein „Held“ oder was „Besonderes“ zu sein.
    Eben aus dem Grund das der Spieler ohnehin immer der „Held“ sein muss und jeder Spieler das auch weiss.
    Ein MMO(RPG) ist einfach eine Fantasywelt in dem man, normalerweise, den Alltagsstress hinter sich lässt…zum Helden wird man in solchen Spielen nur im RP und dank der verblödeten „Mein-Handy-und-Google-sagt-mir-was-ich-denken-muss“-Menschen verdienen 99,9% das RPG nicht mehr. Es sind simpel MMOs wo es pro Forma immer ein paar RP-Server gibt (die zu 99,9% wiederum mit RP nichts am Hut haben und eigentlich reine PvE-Server sind), auf denen man üblicherweise dumm angemacht wird, wenn man wirklich RP spielt (oder spielen möchte).
    Ich hätte absolut nichts gegen ein MMORPG wo man wirklich mal tatsächlich als „Einzelspieler“ unterwegs ist und auch nicht dauernd gezwungen wird irgendwelche Gruppen zu finden, nur damit man in eine Ini oder Dungeon oder was auch immer kann..und wenn man dann schonmal andere Spieler trifft auch mal wirklich RP stattfindet, aber das ist alles nur Wunschdenken.

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