Drakensang Online Rollenspiel Browsergame Screenshot #5

Browsergames als Zukunft der Onlinespiele?

Der Begriff „Browsergame“ führt bei vielen Spielern zu einem vor Skepsis verzerrten Gesicht. Doch Browserspiele sind schon längst nicht mehr die „Tabellenkalkulationen“, die sie früher waren.

Browsergames verbindet man mit komplexen Strategiespielen, die grafisch oft so gut wie nichts zu bieten hatten. Doch diese Zeiten sind vorbei. Inzwischen gibt es sogar 3D-Spiele, die komplett im Browser laufen.

Schaut man sich beispielsweise das Hack ’n Slay Drakensang Online an, so kann dieses grafisch mit anderen Action-RPGs, deren Client man auf dem PC installieren muss, mithalten. Die Unreal Engine ist ebenfalls bereits im Browser lauffähig. Dino Storm oder Battlestar Galactica zeigen ebenfalls eindrucksvoll, was grafisch im Browser möglich ist. Könnte sich der Browser also zu der Plattform entwickeln, auf der zukünftig Onlinegames gespielt werden?

Technisch wäre das in einigen Jahren sicher möglich. Niemand müsste mehr etwas auf seinem PC installieren, man würde einfach das Spiel per Icon/App auf dem PC starten und es würde komplett online in einem Browser oder der Cloud laufen. Es ist gar nicht abwegig zu denken, dass dies die Zukunft des Spielens sein wird. Und das aus mehreren Gründen. Zum einen hätten die Spiele-Entwickler mehr Kontrolle und könnten das Game besser optimieren. Viele verschiedene Hardwarekonfigurationen der Spieler führen zu vielen Problemen, weswegen das Spiel bei Spieler A läuft und bei Spieler B nicht. Für die Gamer an sich wäre es ebenfalls sicherer, da installierte Spiele auf viele Funktionen des Betriebssystems zugreifen. Ein mitinstallierter Virus oder andere Malware könnte so schlimme Dinge anrichten.

Als Spieler möchte man aber immer die Kontrolle über das Spiel haben. Man fühlt sich wohler dabei, wenn man es auf dem Rechner installiert hat. Man selbst bestimmt, wie die Hardware genutzt wird und hat in der Hand, mit welcher Auflösung und mit welchem Detailgrad man spielen kann. Zudem sind momentan noch komplexere Spiele möglich, wenn diese auf dem PC installiert werden, da dann nicht so viele Datenmengen übertragen werden müssen. Doch es wird wohl nur noch eine Frage der Zeit sein, bis dem nicht mehr so ist. Dann wird Cloudgaming, welches die Browserspiele ablösen wird, einen hohen Stellenwert bekommen.

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1 comment

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  1. Sammie 27 März, 2016 at 12:53 Antworten

    Die aufgezählten Spiele sind aber keine wirklichen Browsergames, da sie keinerlei Webtechnologien verwenden. Drakensang Online benötigt Java und installiert versteckt einen Client auf dem Rechner. Dann wird nur ein Java-Wrapper genutzt um die Grafikausgabe im Browser zu simulieren. Dino Storm ist im Prinzip auch nichts anders mit seinem „Splitscreen Game Launcher“. Und auch Battlestar Galactia braucht ein separates Plugin der Unity3D Engine. All diese Games ziehen im Hintergrund mehrere hunderte MB Daten runter, downloaden eine .exe auf den Rechner und sind damit im Prinzip auch nur Clientgames, die sich dank ihrer Wrapper als Browsergame tarnen. Richtige 3D-Games auf Basis von WebGL baut ja keiner, wegen der schlechten Browserkompatibilität und der miesen Javascript-Performance. Das wird vllt mit der kommenden Technologie der WebAssembly (https://de.wikipedia.org/wiki/WebAssembly) irgendwann besser.

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