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Das Leben in einer MMORPG Sandbox

Immer mehr MMORPGs setzen auf eine sogenannte Sandbox, eine virtuelle Welt, in welcher der Spieler nicht durch eine Story geführt wird, sondern in welcher die Spieler ein virtuelles zweites Leben führen.

Bei einer Sandbox stellen die Entwickler des Spiels im Prinzip nur die Spielwelt und die Mechaniken zur Verfügung. Was die Spieler dann daraus machen, ist ihre Sache.

Dies fasziniert viele, die in ihrer Freizeit aus dem Alltagstrott ausbrechen und ein anderes Leben in einer virtuellen Welt leben möchten. Man kann Handwerker sein, der Gegenstände herstellt, welche andere dringend brauchen. Man kann sich aktiv daran beteiligen, eine Gemeinschaft aufzubauen und vielleicht sogar ein ganzes Dorf zu einer blühenden Metropole machen. Man bearbeitet Felder, erntet Weizen, bringt diesen zum Müller, der daraus Mehl macht, welches der Bäcker nutzt, um Brote zu backen. Diese kaufen die anderen Bewohner des Dorfs, um zu essen. Dabei besteht eine Gemeinschaft immer aus Spielern. Der Farmer ist ein Spieler genau wie der Müller und der Bäcker.

Manche Spieler schlüpfen in die Rolle von Wachen und sorgen für Recht und Ordnung, andere haben höhere Ambitionen und und wollen es vielleicht zum Bürgermeister einer Stadt oder zum Herrscher über einen ganzen Landstrich bringen. Wieder andere wollen die Welt kennenlernen, reisen von Ort zu Ort, erkunden dunkle Wälder und uralte Höhlen. Ein Sandbox-MMORPG spielt sich anders als ein sogenanntes Themepark-MMO, in dem Quests und eine Story im Mittelpunkt stehen und die Spielwelt von NPCs bevölkert wird.

Eine Sandbox hat aber auch Nachteile, denn sie funktioniert nur gut, wenn die Spieler an einem Strang ziehen und sich gemeinsam um den Aufbau dieser Welt kümmern. Das setzt voraus, dass jeder nur nach dem Gesetz lebt, es kann natürlich auch Banditen und andere Verbrecher geben, dennoch machen sich viele einen Spaß daraus, das System zu torpedieren. Man unterbricht die Warenkreisläufe nicht, weil man ein Bandit ist, der die Waren stehlen will, sondern, weil man den Spielern eine auswischen möchte. Oder man greift immer die neuesten Spieler an, um diese zu ärgern, sodass sie den Spaß am Spielen verlieren. Hier kann man natürlich von Seiten der Entwickler des MMOs einen Riegel vorschieben, was aber wieder die Freiheiten beschneidet, die sich Spieler in einer Sandbox wünschen.

Daher ist ein Sandbox-MMORPG zwar in der Theorie eine sehr gute Idee, in der Praxis ist so etwas aber meist schwer umzusetzen.

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