WoW Artwork

Der Einfluss von MMORPGs auf den Spielemarkt

MMORPGs sind sehr zeitaufwändige Spiele. Oft verbringen Fans Monate oder auch Jahre in der Spielwelt und interagieren mit ihren virtuellen Freunden. Bleibt da noch Zeit für andere Games?

World of Warcraft wird nachgesagt, den Markt der Computerspiele stark beeinflusst zu haben, indem viele Spieler keine anderen Games mehr kauften und ihre Zeit nur noch in das MMORPG investierten. Schließlich gibt es in WoW genug Inhalte und man kann sich seine eigenen Abenteuer mit Freunden generieren.

Natürlich existieren neben WoW noch viele andere MMORPGs. Allerdings werden viele dieser Spiele nur dazu genutzt, um zu schauen, was es Neues gibt und den Content schnell durchzuspielen. Dann widmet man sich wieder dem Spiel, das man sonst spielt. Diese Art des Heuschrecken-Daseins führt dazu, dass MMORPGs (und auch Spiele anderer Genres) nicht mehr so erfolgreich sind, wie sie es zu Beginn des Genres waren. Daher müssen viele Entwickler schauen, wie sie die Spieler an sich binden können. Das passiert zum Teil über ein Sandbox-Gameplay. Man gibt den Spielern Werkzeuge und eine Welt und lässt sie dann das tun, was sie tun möchten. Craften, eine Community aufbauen, die Welt erkunden, gegen Monster kämpfen… Quests und eine Story gibt es meist keine, da die Spieler diese nur schnell „abgrasen“ würden, um dann weiterzuziehen.

Viele MMORPG-Fans kümmern sich aber auch gar nicht um andere Spiele. Sie sind zufrieden mit dem Spiel, in das sie schon sehr viel Zeit investiert haben und in dem sie sich ihre Community aufgebaut haben. An diese Spieler ist noch schwerer heranzukommen. Daher sind Innovationen und neue Ideen nötig, um die Spieler hervorzulocken und für ein anderes Spiel zu begeistern.

MMORPGs haben also tatsächlich einen Einfluss auf den Spielemarkt und für Entwickler ist es deutlich schwerer geworden, die MMO-Spieler, die von ihrem Game begeistert sind, dazu zu bewegen, ein neues Spiel auszuprobieren.

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