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Die Tücken einer Open World in MMORPGs

Die Spielwelten in MMORPGs müssen möglichst groß sein, doch genau diese Größe birgt euch ihre Tücken.

Wer heutzutage ein MMORPG spielt, der erwartet eine riesige Spielwelt voller verwunschener Wälder, uralter Ruinen, großer Städte, sengend heißer Wüsten… Man möchte als Spieler das Gefühl haben, sich in einer Welt zu befinden, die sich auch wie eine andere Welt anfühlt. Das Mittendrin-Gefühl muss stimmen.

Ein Problem an einer Open World, also einer offenen Spielwelt, ist jedoch, dass diese auch abwechslungsreich sein und viel zu entdecken bieten muss. In vielen Fällen ist es jedoch so, dass es in einem MMORPG große, weite Areale gibt, in denen man wenig zu tun hat, außer Monster zu bekämpfen. Die Spielwelt zu erkunden lohnt sich daher nur für diejenigen, die Grinding mögen, also das ständige Bekämpfen von Monstern oder das Sammeln von Ressourcen. Wer etwas mehr erwartet wie verborgene Geheimnisse, versteckte Quests und Orte, welche die Hintergrundgeschichte etwas beleuchten, der schaut meist in die Röhre.

Viele erkunden daher die Spielwelt in einem MMORPG auch gar nicht mehr, sondern grasen nur die Gegenden ab, in die sie aufgrund von Quests geschickt werden. Blizzard hat dieses Problem erkannt, als man Flüge in den Spielwelten von World of Warcraft einführte. Niemand wollte mehr die Welt zu Fuß erkunden, sondern flog immer nur schnell von Ort zu Ort. Daher gab es ein Flugverbot in der neuen Zone Draenor des letzten Addons, um die Spieler dazu zu „zwingen“, die Welt wieder zu erkunden. Es ist ein Paradoxon: Einerseits möchte man eine große, freie, offene Welt haben, die man dann aber nicht erkunden will.

Das machen beispielsweise Single-Player-RPGs besser. Auch in diesen Spielen gibt es offene Welten, die jedoch etwas kompakter sind und dafür immer wieder Überraschungen und viel Interessantes bieten. Vielleicht sollten sich MMORPGs hiervon mal ein wenig inspirieren lassen.

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