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Drehen sich MMOs immer um dasselbe?

MMORPGs und Innovationen sind Begriffe, die sich oft ausschließen, denn wenn an einem Spielprinzip etwas geändert wird, dann gehen meist die Fans auf die Barrikaden. Das gilt auch für das grundsätzlich Prinzip, um das sich ein MMO dreht.

In den meisten MMORPGs kämpft Gut gegen Böse oder Fraktion A gegen Fraktion B. Die Horde gegen die Allianz, die Republic gegen das Imperium, Guardians gegen Defiants…

Manchmal spielt noch eine dritte Partei eine Rolle, doch das grundlegende Prinzip ist dasselbe. Man möchte einen Konflikt zwischen den Spielern schaffen, eine Welt, die von verschiedenen Parteien beherrscht wird, welche um die Vorherrscht kämpfen. Man schließt sich einer an und kämpft auf deren Seite bis zum bitteren Ende – das nebenbei bemerkt eigentlich nie kommt, denn dann wäre das Spiel zu Ende und ein MMO ist eigentlich so konzipiert, dass es nie endet. Also kann weder Fraktion A noch Fraktion B gewinnen.

Es besteht ebenso wenig die Möglichkeit, dass man die Seiten wechselt, was eigentlich für jede Menge interessanter Spielelemente und spannende Situationen führen kann, wenn man nie wüsste, ob man es vielleicht mit einem Doppelagenten zu tun hat. So etwas ist aber nicht vorgesehen. Es herrscht ewige Treue seiner Fraktion gegenüber.

Dieses Spielprinzip führt allerdings dazu, dass sich viele MMORPGs sehr ähnlich anfühlen. Vielleicht ist dies mit ein Grund, warum das Genre derzeit nicht mehr so erfolgreich und attraktiv ist, wie noch vor etwa zehn Jahren. MMOs sollten abwechslungsreicher sein. Denn warum sollte man zu einem anderen Spiel wechseln, wenn es im Prinzip dasselbe in Grün ist?

MMOs müssen sich entwickeln, auch, wenn alteingesessene Fans dies nicht akzeptieren oder wahr haben wollen. Stagnation führt dazu, dass ein Genre irgendwann nicht mehr gerne gespielt wird. Das haben auch Single Player RPGs in den 1990er Jahren erleben müssen und in einer ähnlichen Phase befinden sich jetzt die MMORPGs.

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