Neverwinter Screenshot neu

Eine Frage der Perspektive: Isosicht oder 3rd Person?

Die meisten MMORPGs werden aus einer 3rd-Person-Ansicht gespielt. Doch daneben existieren noch weitere Perspektiven.

Warum hat sich die 3rd-Person-Perspektive bei den MMORPGs durchgesetzt? Ultima Online beispielsweise hatte eine isometrische Perspektive und eine Egosicht kommt so gut wie gar nicht vor.

In einem MMORPG ist es wichtig, dass man sieht, was um einen herum passiert. Das schließt auch das ein, was hinter einem vor sich geht. So kann man beispielsweise schnell erkennen, ob man hinterrücks attackiert wird. Daher ist eine Egosicht schonmal suboptimal, obwohl sie etwas mehr Atmosphäre schafft und beispielsweise im MMORPG The Elder Scrolls Online gut funktioniert, in dem man sie optional nutzen kann.

Eine Isosicht bietet eine gute Übersicht. Man sieht, was um den Helden herum passiert. Nicht mehr ganz zeitgemäß ist eine solche Optik aber, da man heute eine „immersive“ Fantasywelt erwartet. Das bedeutet. Man möchte in die Welt eintauchen und für die Zeit des Spielens in dieser Welt leben. Hier würde dann wieder eine Egosicht besser passen, denn man ist mitten in der Welt und kann sich frei umsehen. Um beide Perspektiven miteinander zu kombinieren, deren Vorteile aber nicht die Nachteile zu nutzen, kommt eigentlich nur eine 3rd-Person-Ansicht in Frage. Man sieht seine Spielfigur von hinten und damit auch, was hinter ihr vorgeht. Und man hat die Immersion und das Gefühl, sich mitten in der Welt zu befinden, da man sich frei umsehen kann.

Hinzu kommt noch der Aspekt, dass viele Spieler gerne ihre Spielfigur sehen wollen. Sie möchten die Ausrüstung an der Figur sehen, um das Gefühl zu bekommen, dass dieser Held mit der prachtvollen Rüstung und dem großen Schwert etwas Besonderes in der Spielwelt darstellt. Vor allem aus diesen Gründen hat sich eine 3rd-Person-Ansicht in MMORPGs durchgesetzt.

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