Skyforge Gunner Screenshot

Geht es in MMORPGs nur ums Kämpfen?

Kämpfe gehören zu einem MMORPG, denn sie bringen Spannung mit sich. Doch muss jeder Konflikt immer durch einen Kampf ausgetragen werden?

Betritt man in einem MMORPG eine neue Zone, so weiß man eigentlich sofort, dass man gleich kämpfen muss. Wieso aber kann man nicht mit einigen Feinden verhandeln?

In vielen MMORPGs haben Gegner einen Zweck: Sie sind Kanonenfutter. Sie dienen dazu, dass Spieler sie angreifen können, um EXP und Items zu erhalten. Da man in MMOs aber mit vielen anderen Spielern unterwegs ist, braucht man auch viele Gegner. Diese tummeln sich dann an bestimmten Stellen, laufen etwas auf und ab und warten im Prinzip darauf, dass sie getötet werden. Doch könnte dies nicht viel interessanter gestaltet werden?

Was, wenn Feinde sich ergeben würden, um Gnade betteln? Was, wenn man mit Gegnern verhandeln könnte, sie bestechen oder bedrohen und so versuchen, sie dazu zu bringen, abzuhauen? Was, wenn Gegner nicht 24 Stunden an Ort und Stelle verharren, sondern sich bewegen würden? Sie würden sich schlafen legen, sich um ein Lagerfeuer scharen, Geschichten erzählen, etwas essen oder vielleicht einer anderen Aktivität nachgehen. Ein Mitglied einer Banditengruppe könnte sich jede Nacht davonschleichen, um etwas Geheimes zu tun. Ertappt man ihn dabei, so könnte man ihn dazu bringen, seine Gruppe zu unterwandern. Die Möglichkeiten, um Feinde interessant und vielschichtig zu machen, sind vorhanden, doch werden sie oft nicht genutzt.

Viele MMO-Fans brauchen das „Kanonenfutter“, denn nur so kommt man möglichst schnell an EXP und Items. Hier unterschieden sich MMORPGs offensichtlich von Single-Player-RPGs, denn letztere bieten oft vielfältigere Möglichkeiten im Umgang mit Feinden. Vielleicht werden wir mal ein MMO sehen, das ein deutlich interessanteres und natürlicheres Gegnerverhalten nutzt – doch ob dies dann noch bei den MMORPG-Fans ankommt?

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