Shroud of the Avatar

Ist die Rückkehr zu Old School Elementen sinnvoll?

Spieleentwickler müssen sich stetig etwas einfallen lassen, um Spieler zu begeistern. Da kommt auch der Gedanke auf: Wenn manche Features früher funktionierten, wieso sollten diese Old School Elemente dann heute nicht mehr gut ankommen?

Heutzutage erhalten Spieler – vor allem in MMORPGs – viele Hilfestellungen. Ein Dungeon Finder macht es unnötig, selbst nach Gruppen zu suchen, Questmarker zeigen wichtige NPCs an und eine leuchte Spur führt zum nächsten Questziel.

Früher musste man viele Dinge selbst herausfinden. Da gab es nicht mal Automaps. Man zeichnete Dungeons noch von Hand mit Stift und Papier mit, um sich zurechtfinden zu können. Man sprach jeden NPC am, um herauszufinden, ob er eine Aufgabe hatte und generell probierte an vieles aus, um hinter Spielsysteme zu kommen. Das gehörte damals zum Spielspaß mit dazu. Heute haben Spiele aber einen ganz anderen „Flow“. Alles ist straffer und man konzentriert sich auf das Wesentliche. Das kann bei einem MMORPG sein, möglichst schnell aufzusteigen und das nächste legendäre Item zu bekommen. Bei einem Single Player RPG ist es dann, sich auf interesse Quests und Geschichten konzentrieren zu können und nicht darauf, Karten mitzuzeichnen. Die Spielgewohnheiten haben sich geändert.

Ist es daher sinnvoll, wenn ein Spieleentwickler wie beispielsweise Portalarium sagt, dass man die meisten der modernen Hilfssysteme weglassen und die Spieler wieder zu den Zeiten zurückführen will, in denen man alles noch selbst machen muss? In Shroud of the Avatar beispielsweise gibt es keine Automaps. Man muss sich karten von Hand mitzeichnen. Es gibt keine Questmarker und sogar das Dialogsystem ist „old school“, da man Wörter und Sätze eintippen muss, um mit NPCs zu sprechen.

Sicher werden viele ältere Spieler davon begeistert sein, weil nostalgische Gefühle aufkommen. Doch was ist mit den jüngeren Spielern, die Hilfsmittel gewöhnt sind? Lassen die sich davon überzeugen, dass es „früher besser war“? Oder legen sie das Spiel frustriert zur Seite und nehmen sich lieber ein moderneres Game vor?

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2 comments

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  1. daalung 13 August, 2016 at 14:38 Antworten

    Die „jüngeren“ Spieler sind einfach zu dumm um selbständig zu denken. DAS ist das Problem bei allen MMOs heutzutage…die meisten sind so programmiert das selbst ein 2jähriges baby auf die Tasten hauen kann und trotzdem NICHTS falsch macht.
    WoW ist das beste Beispiel dafür….von einem schönen, fordernden MMO ist das mittlerweile zu einem 0815 Spiel für Grenzdebile verkommen—Denken? wozu…das Spiel sagt uns was wir wann zu machen haben—Taktik? wozu…einfach draufhalten und gut, Stellungspiel oder Fähigkeiten des Chars zu beherrschen brauchts da nicht mehr, eigentlich langt heutzutage in den Inis da schon der Autoschuss/Attacke (was ja sogar Blizzard selbst nun eingeführt hat..der Beastmasterjäger hat noch exakt 1!! Schadensschuss und das wars).
    Und das liegt an der „jüngeren“ Generation, da diese ja schon im Kindergarten beigebracht bekommmen, das sie sich nicht anstrengen müssen und trotzdem fällt ihnen alles ins Schoss. Zu verwöhnt die Gören…und das schlägt sich auch in jedem Spiel das neu rauskommt nieder–immer leichter und nur noch stupide durchschnetzeln und das ganze darf dann auch nicht länger als 10-20 Minuten dauern (länger hält deren Aufmerksamkeitsspanne ohnehin nicht mehr durch) . Nichts leisten wollen und trotzdem ganz vorne dabei sein wollen, so siehts aus…denken sowieso nicht, das IPhone und Google sagt denen schon was sie zu denken haben

  2. amalek 27 Dezember, 2016 at 19:56 Antworten

    stimme da voll zu, ausser der tatsache das man heutzutage keine zeit mehr dafür hat, und auch mmorpgs sich entwickeln.

    was aber im moment an pvebobs und weicheiern rangezüchtet wird ist glaube ich aber eine falsche entwicklung.

    statt die spieler anzuhalten sich zu verbessern macht man das spiel einfacher, das geht so lange gut bis sie ins pvp gelangen und dort auf leute treffen die ihre charaktere (meistens) beherrschen. dann geht das geflame, gejammer und geheule los.
    und statt sich zu verbessern, weinen diese früher auf dem fussballplatz als bett…nä..er bezeichneten spieler sich in den foren und bei den devs aus.

    fakt ist die spieleentwickler sollten die timesinkmethoden nach lassen und den schwierigkeitsgrad anheben.

    was soll, auch den jugendlichen, denn vermittelt werden? hier habt ihr alles ohne leistung in den ar… ch geschoben nun freut euch? tolle nummer.
    statt: es war schwer aber wir haben uns das verdient?

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