elder scrolls online konsole screenshot.pg

Können MMORPGs nicht immersiv sein?

Das Piraten MMORPG Sea of Thieves ist derzeit aufgrund der Präsentation auf der E3 in aller Munde.

Die Entwickler erklärten einiges zum Spiel und meinten, dass sie das Onlinegame nicht als MMORPG ansehen, weil MMORPGs nicht so immersiv seien.

Ist an dieser Aussage etwas dran? Es gibt viele MMOs, die beispielsweise auf Effektivität der Spieler Wert legen. Man sieht sämtliche Zahlen, sodass der Spieler ausrechnen kann, wie viel Schaden er bei einem Kampf verursacht oder, wie viel Schaden er selbst aushält. Buffs und Debuffs werden genau dargestellt. Bestimmte Spiel-Elemente wie Crafting finden in Listen oder Fenstern statt, sodass man die Arbeit schön übersichtlich verrichten kann.

Nun kann man dies mit Sea of Thieves vergleichen. Das Onlinespiel besitzt kein HUD und es werden keine Balken oder Zahlen angezeigt. Es gibt so gut wie keine Fenster und auch keine Listen. Will man etwas tun, so tut man es einfach direkt in der Welt. Diese Immersion ist bei Sea of Thieves wichtiger, als dem Spieler sämtliche Informationen zu geben, die er braucht, um möglichst effektiv spielen zu können.

Nun stellt sich natürlich die Frage, wie immersiv ein MMORPG sein kann und darf. Nimmt man nun The Elder Scrolls Online, so ist hier die Immersion schon deutlich mehr gegeben als beispielsweise bei einem World of Warcraft. Das HUD ist auf ein Minimum begrenzt und vieles kann man einfach direkt in der Welt tun. Doch gerade dies führte wieder u viel Kritik von MMO Fans.

Wie seht ihr das? Ist euch eine immersive Welt mit einem möglichst minimalen HUD und kaum Einblednungen wichtig oder legt ihr mehr Wert darauf, möglichst viele Informationen zu erhalten, um so effektiv wie möglich spielen zu können?

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2 comments

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  1. Braun 21 Juni, 2016 at 13:32 Antworten

    Für mich scheitert die Immersion eher nicht an den HUDs oder Schadenswerten u.s.w. – eher im Gegenteil. Die Zahlen und Anzeigen sind doch eine Art Kompensation für den Wahrnehmungs- und Informationsverlust gegenüber der Realität oder – ich sag mal – idealen Immersion.

    Ich würde den SoT-Leuten ihren Standpunkt gar nicht streitig machen wollen, aber irgendwie fordert es mich auch zu der Frage heraus, wie weit man es treiben muss (um seinem eigenen Anspruch gerecht zu werden)? Wie sähe denn eine richtige Simulation des Piratendaseins aus? Ist für die richtige Immersion nicht auch der Gang zum Klo notwendig?

  2. Alex 17 Juli, 2016 at 15:27 Antworten

    „Es gibt viele MMOs, die beispielsweise auf Effektivität der Spieler Wert legen“

    DAS! Genau das hasse ich an MMOs. Es wird nur darauf Wert gelegt. Man solle auch ja nach Meta Build 1 spielen und wehe man weicht davon ab. Diese Klasse hat gefälligst Rolle X zu übernehmen, anstelle Rolle Y, da eine andere Klasse das ja so viel besser kann. Mich ekelt das so an. Ich hatte gehofft, dass Guild Wars 2 diesen Fluch bricht, aber Pustekuchen. Überall liest man nur Meta hier, Meta da. PvE, PvP, WvW. Nirgends kann man so spielen wie es einen gefällt. Egal ob Raids, Dungeons, oder sonstewas. Ständig wird man belöffelt, man habe gefälligst so zu spielen.

    Ich höre zwar zum ersten Mal jetzt von SoT, allerdings hoffe ich inständig, dass dieses Spiel es schafft das umzusetzen, was es will.

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