LeagueOfLegends Glosse

Kolumne: Meinung über League of Legends Athleten in den USA

League of Legends Spieler sind ja seit neustem in den USA offizielle Athleten und können dementsprechende Visa beantragen und somit in die USA einreisen, um mit ihrem Sport Geld zu verdienen. Finde ich soweit auch gut und ich sehe es als sehr wichtig an, dass eSports in großen Ländern wie den USA einen gewissen Support erhalten.

Bedenklich finde ich jedoch, das als Aushänge Schild für eSports, ein Spiel wie League of Legends genommen wird. Die Zahlen sprechen klar für sich, es ist einfach eines der meist gespielten Spiele, ein Spiel das der Regel „Leicht zu lernen, aber hart zu meistern“  folgt, es ist free-2-play und die Spielergemeinschaft ist in einem sportlichen miteinander vereint.

Und genau da ist der Haken, es gibt in diesem Spiel keinen Olympischen Gedanken, kein nettes Miteinander und wenn Du dich als Neuling outest, dann kann es ziemlich ungemütlich werden. Wir als Spieler wollen ernst genommen werden und doch nicht nach jedem neuen Amoklauf wieder lesen müssen:“Der Täter spielte Killerspiele wie „Die Sims 3“ in dem es möglich ist, Mensch auf qualvollste Weise im Pool zu ertränken!“. Gut, League of Legends war bisher noch keine Grundlage für irgendwelche Amokläufe, aber was einem manchmal für ein blanker Hass entgegenschlägt, wenn man nicht auf der Leistungsfähigkeit eines Profisportlers über die Lanes fetzt und sich die Creeps vorknöpft, schlägt so ziemlich jedem Fass den Boden aus. Einsteiger freundlich, zumindest was die Community angeht, geht anders.

Zumindest kenne ich kaum eine Community die so hart mit ihren Neulingen umspringt, wie die Communities von den MOBAs. Aber vielleicht ist das auch die Einstiegshürde in die eSports von heute, erst wer sich ein paar Wochen durch Hasstiraden anderer Spieler geschlagen hat, darf sich League of Legends Profi nennen, quasi ein Durchhalten schlägt Skill.

Wollen wir als Spielergemeinschaft wirklich als Raubeine der Sportwelt zählen, selbst beim Boxen sind die Kontrahenten netter zueinander als in die sogenannten Profis der MOBAs in ihrem eigenen Team. Den Fehler bei dem anderen finden ist hier nämlich sehr leicht, aber die Schwelle zu sagen:“Hey, darf ich dich fragen, ob Du überhaupt so richtig weißt, was Du da machst? Warte kurz ich erklär dir mal ein bisschen was.“ ist anscheinend für viele unüberwindlich. Was auf der anderen Seite viel hilfreicher ist, als sofort loszubrüllen:“Du verdammter *** Du bist doch zu blöd zum *** [Anm. der Redaktion: Ich denke jeder weiß was gemeint ist…]“, was sehr Schade ist, denn selbst Spiele mit einer sehr jungen Zielgruppe ist da meist freundlicher.

Es verlangt keiner von Euch, in irgendeiner Form den großen Samariter raushängen zu lassen und jedem Neuling das Spiel zu erklären, dass dafür kaum jemand Zeit hat, ist klar. Auch sage ich nicht, ihr sollt den Ehrgeiz zuhause lassen und eure Spiele nicht gewinnen wollen. Was sich jeder aber mal in Erinnerung rufen sollte, sind seine ersten 2 Wochen League of Legends, Dota, Dota 2 oder sonst irgendwas. Deswegen der Appell, wenn wir als Gamer als Sportler anerkannt werden wollen, dann sollten wir auch sportlich miteinander umgehen, seid Nett zu einander und habt Spaß!

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