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Macht es Spaß, der Böse zu sein?

In MMORPGs und Single Player RPGs spielt man meist den Guten – selbst, wenn es mehrere Fraktionen gibt, so sind diese nicht in Gut und Böse, sondern in verschiedene Ansichten oder Ziele unterteilt.

Die Horde in World of Warcraft ist nicht böse, genauso wenig wie die Allianz. Es sind zwei Seiten einer Medaille. Doch manchmal ist es wirklich möglich, böse zu sein.

Als Beispiel könnte man einige RPGs von Bioware nehmen. In Star Wars: Knights of the Old Republic und Star Wars: The Old Republic kann man zu einem bösen Jedi, beziehungsweise einem Sith werden. Kennt man die Star Wars Filme, dann weiß man, dass diese nichts Gutes mehr an sich haben. Darth Vader oder den Imperator würde sicher keiner als „gute Jungs“ bezeichnen, die nur eine andere Ansicht haben aber trotzdem für das Wohl der Menschheit kämpfen. Sie sind machthungrig, brutal und schrecken vor nichts zurück.

Im kommenden RPG Tyranny von Obsidian Entertainment hat das Böse gewonnen und die Welt erobert und zwar mit der Hilfe von euch. Ihr seid im Prinzip die rechte Hand des Oberfieslings. Nun müsst ihr in der Welt dafür sorgen, dass dessen Gesetze eingehalten werden. Dabei könnt ihr brutal vorgehen. Ihr seid also ein Bösewicht.

Viele haben in den oben genannten Bioware RPGs den Pfad der Dunklen Seite eingeschlagen. Es macht Spaß, auch mal böse sein zu dürfen. Doch warum machen das vergleichsmäßig wenig Spieler? Man ist es offenbar gewöhnt, immer der Gute zu sein. Liegt das in der Natur des Menschen? Hilfsbereitschaft, Verständnis, Gutmütigkeit. Das sind Ideale, die man schon als Kind mitbekommt, denn nur auf solchen Idealen kann eine Gesellschaft und ein Miteinander auf Dauer funktionieren. Das könnte ein Grund sein, warum die Bösen in Geschichten immer verlieren.

In einem MMORPG immer den Superbösewicht verkörpern zu müssen, der nur brutal und rücksichtslos agiert, könnte auf Dauer eintönig und langweilig wirken. Ein Glück, dass man meist die Wahl hat und seine Rolle so spielen kann, wie man das möchte. Und dann darf man auch mal ein wenig fies sein.

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