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Missbrauchen Entwickler Early Access?

Derzeit hagelt es für die Entwickler des MMORPGs Ark: Survival Evolved heftige Kritik.

Man hat ein Addon für das Spiel veröffentlicht, das kostenpflichtig ist, „final“ und im Prinzip aus dem MMO ein neues Spiel macht. So weit, so gut wäre da nicht der Umstand, dass sich das eigentliche Spiel noch immer in der Early Access Phase befindet.

Nutzen einige Entwickler Early Access also zu sehr aus? Dass man ein Spiel in einem noch unfertigen Zustand veröffentlicht, um die Spieler noch an der weiteren Entwicklung zu beteiligen, ist ja grundsätzlich ok. Doch irgendwann sollte ein Spiel die Early Access Phase auch mal verlassen. Man kann nicht Jahre lang angeben, dass man noch immer das Spiel entwickelt, dafür aber trotzdem den Vollpreis verlangt und Addons herausbringt, die als „final“ bezeichnet werden und ebenfalls kostenpflichtig sind. Das führt das gesamte System ad absurdum. Entweder man veröffentlicht ein Spiel irgendwann schweren Herzens, auch, wenn es noch nicht komplett fertig ist und arbeitet eben nach Release noch weiter oder man stellt ein Spiel deutlich später in Early Access ein.

Dasselbe gilt auch für andere Spiele wie beispielsweise Shroud of the Avatar. Es wird als Vollpreisspiel verkauft, befindet sich aber noch in einem komplett unfertigen Zustand. Und der Release wird immer weiter hinaus gezögert. Valve sollte hier generell dringend eingreifen und härtere Regeln für Early Access festlegen. Zum einen, dass ein Spiel schon einen gewissen Zustand erreicht haben muss, bevor man es überhaupt in einer Early Access veröffentlichen darf und man sollte die Phase deutlich begrenzen – auf höchstens ein Jahr. Anschließend muss das Spiel veröffentlicht werden. Ansonsten ist Early Access für Entwickler immer ein Vorwand zu sagen, dass ein Spiel eben noch nicht fertig ist.

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1 comment

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  1. Andreas 22 Oktober, 2016 at 11:44 Antworten

    Ist doch alles nix neues. Wie gesagt, ich habe sehr viele EA-Spiele beobachtet, aber KEIN EINZIGES kam je aus der EA raus. Teilweise liefen die 3-4 Jahre im EA-Modus und dann verschwanden sie einfach sang und klanglos, obwohl viele Spiele sehr gute Ansätze und Ideen boten.
    Aber natürlich ists viel einfacher einfach ein Spiel auf den Markt zu pfeffern, zu schreiben was man ach für grosse Ziele und Ideen dafür hat, packe das ganze in den EA-Modus lasse genügend Deppen für das unfertige Spiel zahlen und klaue ihnen nebenbei die Ideen um für den nächsten EA-Titel was zu haben, vertröste alle ein paar Monate und stelle dann das Spiel ein.
    Noch schneller kann man doch die Kohle nicht mehr machen–was versprechen, kohle abgreifen, allen den Finger zeigen und es einstampfen und nächstes EA rausbringen (mit den geklauten Ideen der Spieler)…tolles Beispiel wie die Jugend von heute immer mehr verblödet. In einen EA-Titel Geld zu stecken ist, wie ein Auto zu kaufen (zum Vollpreis) das zwar nen Motor hat, aber keine Fenster,kein Lenkrad, keine Reifen, keinen Tank usw und bei dem der Hersteller verspricht das es schon irgendwann kommen wird…
    Noch witziger find ich EA-Titel die schon mit „Lifetime“-Abo werben und dafür teilweise einmalig 400€ wollen und wo selbst der blindeste sehen kann, das es NIE kommt.
    Gibt trotzdem Deppen die es sich kaufen, zumindest wenn man ihren Kommentaren glauben darf…

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