Shroud of the Avatar Overworld Novia

Open World – Fluch oder Segen?

Man kann sich offene Spielwelten aus MMORPGs eigentlich gar nicht mehr wegdenken. Doch wären kleinere Gebiete mit komprimierten Inhalten nicht spannender?

Immer mehr Games setzen auf riesige, offene Spielwelten. Dies nicht nur im Genre der MMORPGs, sondern auch bei Single Player Games wie RPGs oder Actionspielen. Eine Open World ist zu einem wichtigen Feature in einem Computerspiel geworden.

Doch so eine Open World bringt auch Probleme mit. Denn je größer die Spielwelt, desto schwieriger ist es, sie mit interessanten Inhalten zu füllen. Oftmals läuft man durch öde Landschaften in der Hoffnung, endlich irgendwas Interessantes zu finden, einem NPC zu begegnen oder eine Quest zu erhalten. Den Spielern nur Monster entgegen zu schicken, ist auch nicht das Wahre, da sich dies sehr schnell abnutzt.

Viele Games leiden genau darunter. Sie bieten zwar große Landschaften, in denen es aber wenig zu tun und zu entdecken gibt. Daher greifen Spieler gerne auf Schnellreiseoptionen zurück oder nutzen Flugrouten, um die öden Landschaften überspringen zu können. Eine Open World ist also nicht immer gleichbedeutend mit einem guten Spiel. Dies muss beispielsweise die Community des Selective Multiplayer RPGs Shroud of the Avatar noch lernen, denn hier wird oft nach einer offenen Welt verlangt. Das Spiel besitzt allerdings eine Art Überlandkarte, auf welcher man die Welt in einer stark herausgezoomten Ansicht bereist. Erreicht man einen interessanten Ort, so „zoomt“ die Ansicht hinein und man erkundet das Gebiet aus der Verfolgerperspektive. In diesen Gebieten gibt es dann einiges zu tun und zu entdecken. Zudem können über die Karte immer wieder neue Gebiete eingeführt werden. Dies erlaubt eine dynamischere und interessantere Welt mit dichteren Gebieten, die man spannender gestalten kann als eine leblose Open World.

Nicht jede offene Spielwelt muss aber öde und leer sein. Es gibt genug Spiele, die zeigen, dass es auch anders geht, darunter The Elder Scrolls Online oder Single Player Games wie The Witcher 3. Allerdings ist es mit einem enormen Aufwand verbunden, wirklich große Welten mit genug interessanten Inhalten zu füllen.

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1 comment

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  1. Andreas 10 Februar, 2016 at 18:31 Antworten

    Naja, das ist dann ja wohl das Problem der Betreiber diese Inhalte zu füllen in einer Open World.
    Das Problem dabei ist das mittlerweile 90% aller MMO, MMORPGs, Browserspiele „free to play“ sind…und DAS ist das Problem.
    Die meisten Spiele sind darauf ausgelegt in möglichst kurzer Zeit möglich viel Geld den Spielern aus der Tasche zu ziehen.
    Und dann man davon ausgeht das sich das Spielerinteresse deshalb schnell wieder legt (was ja auch stimmt) wird natürlich keinerlei Wert auf irgendeine Spieltiefe oder Contens gelegt.
    Nett Grafik, ein paar gut plazierte Gebiete wo die Spieler anfangs noch „kostengünstig“ spielen können und mehr brauchts nicht.
    Aber mit „Open World“ kann man halt mehr Leute ködern…das die auch mit Mobs oder Quests gefüllt werden sollten interessiert viele Betreiber nicht.
    Wozu auch nachdem sie so oder so davon ausgehen das das Spiel in maximal 2-3 jahren abgeschaltet wird. Und so füllt man halt die „Open World“ alle paar Monate mit einem (natürlich zu kaufenden) Addon das mal eben lieblos hingeklatsch wird und sorgt dann dafür das ein paar Spieler länger bleiben, weils wieder einen Content gibt den man noch nicht in und auswendig kennt und für dessen erkundung man maximal 1 tag braucht…

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