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Overwatch bietet kaum Neues – Warum Blizzards Spiele trotzdem erfolgreich sind

Nach der Open Beta von Overwatch findet man viele Stimmen im Internet die sagen: „Der Online Shooter bietet kaum etwas Neues – trotzdem kaufe ich ihn“.

Was ist es, was an den Spielen von Blizzard so fasziniert?

Schaut man sich das Strategiespiel Warcraft an, so bot es – abgesehen vom Szenario – kaum etwas, was das zuvor veröffentlichte Dune 2 nicht bot. Dasselbe bei World of Warcraft. Es gab zuvor schon MMORPGs wie Ultima Online und Everquest und doch lief WoW diesen Games den Rang ab. Dasselbe Spiel beim Online-Sammelkartenspiel Hearthstone: Heroes of Warcraft, dem MOBA Heroes of the Storm und nun dem Online Shooter Overwatch. Alle Spiele erfinden das Rad weder neu, noch bieten Sie etwas, das vorher noch nicht dagewesen war. Und dennoch faszinieren diese Spiele mehr als die „Originale“.

Blizzard kopiert – das muss man einfach ganz klar sagen. Blizzard kopiert andere Spiele und feilt so lange an deren Spielprinzip, bis man nur noch das übrig hat, was den eigentlichen Spielspaß ausmacht. Man filtert und destilliert, um die Spielelemente herauszuholen, die Spaß machen. Diese verfeinert man dann und strickt drumherum eine neue, interessante Geschichte mit interessanten Charakteren.

Blizzard hat es geschafft, aus Rohdiamanten anderer Hersteller die Schmuckstücke zu erschaffen, die man gerne spielen möchte. Das ist auch ein völlig legitimes Vorgehen, das andere Entwickler auch so versuchen. Nur sollte dabei niemand glauben, dass Blizzard das Genre der MMORPGs oder der Online Sammelkartenspiele erfunden hat. Das Talent der Mitarbeiter im Studio liegt darin, Bestehendes zu nehmen und daraus etwas Besonders zu machen. Und das macht man so gut, dass man in den meisten Fällen die Spiele, die das Genre ursprünglich in die Welt gesetzt haben, für die verfeinerten liegen lässt. Magic The Gathering wird beispielsweise nicht so viel gespielt wie Hearthstone.

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