Rust

Rust bietet zufallsgenertierte Helden in MMORPGs

Zu einem MMORPG gehört es eigentlich dazu, dass man sich seinen Helden bis ins kleinste Detail selbst zusammenbastelt, schließlich will man sich mit diesem identifizieren.

Doch was, wenn dieser Prozess der Charaktergenerierung mehr wie im echten Leben abläuft und man so sein muss, wie es das Spiel bestimmt?

Das MMO Rust sorgt derzeit immer wieder für Aufregung. So interessant das Survival MMO ist, so sehr stören sich einige an der Charaktererschaffung. Denn im Spiel bestimmt nicht selbst, welches Geschlecht und welche Hautfarbe man hat. Damit will man sich ein wenig an das echte Leben anlehnen. Wer geboren wird, der hat keine Kontrolle über sein Aussehen oder sein Geschlecht. Und so soll es auch in Rust sein. Das Geschlecht und die Hautfarbe werden an die Steam ID gebunden. Dies bedeutet, dass selbst dann, wenn man den Charakter löscht und einen neuen erstellt, die Hautfarbe und das Geschlecht gleich bleiben.

Mit diesem Konzept wollen die Entwickler von Rust bewusst für Diskussionen sorgen. Und genau diese haben sie auch losgetreten, denn viele verstehen den Sinn dahinter nicht. Jeder möchte sich in einem Spiel einen Helden erschaffen, der so aussieht, wie man sich das vorstellt. Schließlich will man sich mit dieser Person für eine lange Zeit identifizieren. Wird man in die Haut eines Charakters gesteckt, mit dem man sich nicht identifizieren kann, dann fühlt man sich vielleicht unwohl und weiß nicht, wie man sich im Spiel verhalten soll.

Es ist ein interessantes soziales Experiment. Ein im Prinzip zufallsgenerierter Charakter, mit dem man sich abfinden muss – so, wie man sich das auch mit seinem Geschlecht, der Hautfarbe und dem Aussehen im echten Leben muss. Allerdings entfliehen viele Gamer dem Alltag der Realität, indem sie Spiele spielen und dort eben vieles nicht wie im echten Leben ist. 

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