Everquest Next - Menschlicher Magier

Sandbox als neues Endgame in MMORPGs

Endgame-Inhalte in MMORPGs sind immer problematisch, weil sie oft nicht so motivieren, wie es sich die Entwickler gedacht haben. Wären Sandbox-Elemente also eine bessere Endgame-Alternative?

Themepark-MMORPGs nehmen den Spieler mit auf eine spannende Reise. Sie erzählen meist interessante Geschichten, welche der Spieler anhand von Quests erlebt. Doch ist das Ende dieser Geschichte erreicht, steht man meist vor einem großen Problem. Neue Inhalte lassen oft eine Weile auf sich warten, weswegen man irgendwie die Zeit überbrücken muss, um nicht der Langeweile anheim zu fallen und zu einem anderen Spiel zu wechseln. Entwickler denken sich daher Endgame-Inhalte aus, welche die Spieler motivieren sollen, dabei zu bleiben, wenn sie das Ende des regulären Inhalts erreicht haben. Dabei handelt es sich um große Raids, Items- und Set-Suche oder Eroberungskriege, in denen Gilden versuchen, Territorien unter ihre Kontrolle zu bekommen und zu halten. Doch meist erfüllen diese Inhalte nicht den Zweck, den sich die Entwickler gedacht haben. Sie motivieren nicht so lange, wie man es möchte und vor allem, sie motivieren nicht alle Spieler.

Sony Online und Entertainment und auch XL Games haben eine Theorie, wie man die Spieler länger bei der Stange halten kann. Und zwar mit einer Sandbox. XL Games, Entwickler des MMORPGs Archeage, ist der Meinung, dass man die Spieler mit Themepark-Content einführen und sie dann in eine Sandbox entlassen sollte. Sony Online Entertainment sieht dies ähnlich, nur will man den Spielern von Beginn an die Sandbox bieten und dies zwischendurch mit Quests und Storyinhalten garnieren. Eine Sandbox erlaubt es Spielern, grundsätzlich in der Spielwelt das zu tun, was sie tun möchten. Einfach die Welt erkunden, Gegenstände herstellen und verkaufen, Städte errichten, eine Taverne leiten… Es sind kaum Grenzen gesetzt. Dadurch, dass in einer Sandbox so gut wie alles von den Spielern bestimmt wird, hält sich das Spiel durch die Spieler selbst aktiv und ist nicht von Inhalten abhängig, welche die Entwickler erschaffen. Dies funktioniert beispielsweise bei EVE Online hervorragend. Daher ist es also durchaus für die Zukunft denkbar, dass ein Sandbox-Ansatz für Endgame-Inhalte sehr erfolgreich sein kann.

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1 comment

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  1. Hoto 10 März, 2014 at 23:26 Antworten

    Ich versteh das mit dem Endgame ohnehin nicht, das wurde mal vor langer Zeit aus dem simplen Grund eingeführt, damit die Entwickler genug Zeit haben neuen Content zu entwickeln und sich Spieler so lange nicht langweilen. Irgendwann nahm das Ganze aber echt seltsame Formen an und manche Spieler glauben nun, dass das Endgame der eigentliche Spielinhalt ist, nur weil man inzwischen so schnell hoch leveln kann. Das heißt nicht zum Spaß Endgame, das ist der Inhalt, der übrig bleibt, wenn man das MMORPG quasi durch hat. Die Lösung ist einfach… streckt endlich wieder das hoch Leveln!

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