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Sandbox oder Open World: Der kleine, aber feine Unterschied

Es ist nicht selten, dass Spieler und auch die Fachpresse ein Sandbox-Spiel mit einem Open World Game gleichsetzen. Das ist aber nicht ganz korrekt, denn im Gegensatz zu Open World Titeln liegt der Schwerpunkt bei den sogenannten Sandbox-Spielen deutlicher darauf, Gebäude und Items zu bauen oder zu erschaffen. Wir erklären euch den kleinen, aber feinen Unterschied zwischen Open World und Sandbox Games.

Begriffserklärung: Was ist ein Sandbox Game?

„Sandkasten“ ist die deutsche Übersetzung für „Sandbox“. Wenn ihr euch einen solchen Sandkasten bildlich vorstellt, könnt ihr mit ein wenig Fantasie von ganz allein darauf schließen, um welche Aspekte sich ein Sandbox Game vordergründlich dreht: Im Sandkasten wird gebuddelt, gegraben und gebaut. Hier könnt ihr eurer Fantasie freien Lauf lassen und neue Bauwerke nach euren eigenen Vorstellungen erschaffen.

Wann ist von einem Open World Spiel die Rede?

Als Open World Spiel bezeichnet man alle Games, in denen ihr die Möglichkeit habt, die Spielwelt frei und ohne Einschränkungen zu entdecken. Ihr könnt selbst entscheiden, wo ihr euch aufhaltet und seid nicht durch einen festen Spielverlauf örtlich beschränkt. Auch in vielen Open World Spielen habt ihr die Möglichkeit, Gegenstände oder Bauwerke zu erschaffen. Allerdings steht das kreative Bauen bei Open World Games nicht direkt im Mittelpunkt, während es bei Sandbox Spielen das Zentrum darstellt.

Warum macht es Sinn, zwischen Sandbox und Open World Games zu unterscheiden?

Die „Elder Scrolls“-Reihe ist ein gutes Beispiel für ein Open World Game. Dazu gehören zum Beispiel die Spieltitel Morrowind, Skyrim, Oblivion oder Elder Scrolls Online. In all diesen Spielen habt ihr die Möglichkeit, eure Umgebung frei zu entdecken. Prinzipiell könnt ihr dort auch Häuser errichten und euch eure eigenen Waffeln selber basteln. Deswegen legt die Vermutung nahe, dass es sich hierbei auch um Sandbox-Spiele handelt. Das ist zwar nicht grundlegend falsch, aber auch nicht ganz richtig, denn ihr seid nicht in der Lage, die Landschaft erheblich zu verändern. Ihr seid nicht selbst der Kreative, sondern kundschaftet eine vordefinierte Spielwelt aus, die ihr nicht wirklich auf eure Vorstellungen anpassen könnt.

Deshalb macht es aus unserer Sicht Sinn, zwischen den beiden Genres „Sandbox“ und „Open World“ zu unterscheiden. Gehört ein Spiel dem ersten Genre an, so wisst ihr genau, dass eure eigene Kreativität gefragt ist, weil ihr eine bestehende Welt mit individuellen Inhalten füllen müsst. Bei reinen Open World Spielen geht es hingegen vielmehr darum, eine Welt, die bereits komplett fertig gestellt ist, in allen Details zu entdecken und zu erkunden.

Populäre Sandbox Games

Heute erfreuen sich Sandbox-Spiele einer großen Beliebtheit. Das liegt vor allem daran, dass sie so vielseitig sind und zum Teil mit anderen Genres kombiniert werden. Wenn ihr euch ebenfalls für Sandbox Games interessiert, solltet ihr euch das Portal corsual.com genauer ansehen. Dort findet ihr eine Übersicht mit angesagten Sandbox-Spielen, in denen ihr eurer Fantasie und Kreativität freien Lauf lassen könnt.

Prinzipiell können die folgenden Sandbox Games unterschieden werden:

  • Survival Sandbox Games
    • Hier kämpft ihr ums blanke Überleben und müsst Ressourcen abbauen, um euch Gebäude und Waffen erschaffen zu können
    • Zum Teil spielen dabei auch gefährliche Feinde wie Zombies, Dinosaurier oder andere wilde Tiere eine wichtige Rolle
    • Manchmal geht es auch nur darum, Teil des Wirtschaftskreislaufes zu sein
    • Beispiele: Minecraft, Creativerse und Wild Terra
  • Sandbox Aufbauspiele
    • Hier schlüpft ihr in die Rolle eines Managers, anstatt die verschiedenen Gebäude selbst Stein für Stein zu errichten
    • Ihr platziert in einer bestehenden Welt Straßen, Stromleitungen und Gebäude, um eine funktionierende Stadt zu erhalten
    • Dabei müsst ihr auch die Umgebung in eure Überlegungen mit einbeziehen und solltet zum Beispiel keine Wohngegend direkt neben dem Atomkraftwerk anlegen
    • Beispiele: Alle Titel der Sim City Reihe, Cities Skylines und Banished
  • Baukästen Sandbox Games
    • Bei diesen Spielen steht euch keine umfangreiche Welt zur Verfügung, die ihr bebauen und entdecken könnt
    • Stattdessen beschäftigt ihr euch fast ausschließlich mit Experimenten
    • Dabei spielen die Gesetze der Physik eine wichtige Rolle
    • Je nach Spiel baut ihr Werkzeuge, die ihr dann benötigt, um im Game voranzukommen
    • Auch Raketen können in derartigen Games gebaut werden
    • Beispiele: Garrys Mod und Kerbal Space Program

Auf corsual.com findet ihr noch viele weitere Beispiele für angesagte Sandbox Games, die sich derzeit einer großen Beliebtheit erfreuen.

Fazit zu Sandbox Games

Zusammenfassend lässt sich also feststellen, dass der Spieler in Sandbox Games immer etwas von Grund auf neu erschaffen oder wenigstens maßgebliche Veränderungen vornehmen kann. Je nach Spielinhalt handelt es sich dabei um Maschinen, Ausrüstung, Waffen oder Gebäude. Deshalb habt ihr in Sandbox-Spielen die Möglichkeit, eure eigene Kreativität einzusetzen und auszuleben. Eine Story, der ihr strikt folgen müsst, gibt es in derartigen Games nur selten. Stattdessen könnt ihr eigene Geschichten mit individuellen Zielen kreieren.

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