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UIs müssen den „Müttertest“ bestehen

David Brevik von Blizzard Entertainment sprach während der Game Developer Conference darüber, dass UIs von Spielen den „Müttertest“ bestehen müssen.

Spieler rühmen sich oft damit, dass sie „hardcore“ seien, dass sie ein vermeintlich schwieriges Spiel meistern können, doch die Entwickler haben diese Spiele meist komplett anders designt.

Auf der GDC erklärte David Brevik von Blizzard, dass man bei der Erstellung des UIs von Diablo den „Müttertest“ machte. Die Frage, die sich die die Entwickler immer wieder stellen mussten lautet: „Kann meine Mutter dies spielen?“. Die Intention war also nicht, ein möglichst komplex zu steuerndes Spiel zu erschaffen, sondern ein möglichst simples. Das ist natürlich keine Kritik an Müttern. Auch Mütter können hervorragende Gamer sein. Zur Zeit, als Diablo 1 im Jahr 1996 erschien, war es allerdings noch nicht ganz so weit verbreitet und die meisten Gamer bestanden aus Jungs.

Der Grundgedanke hinter dem Konzept ist aber nicht etwas, das nur Blizzard macht. So gut wie jedes Spieleunternehmen möchte Spiele entwickeln, die eine so breite Zielgruppe wie nur möglich erreichen. Man richtet sich schon lange nicht mehr nur an die Coregamer. Denn ein Spiel ist immer auch ein Produkt. Und ein Produkt muss sich verkaufen. Und das an möglichst viele Personen, um so viel Gewinn wie möglich zu machen. Daher stellen sich mit Sicherheit auch heute noch viele Spieleunternehmen bei der Planung und Entwicklung neuer Games die Frage „Kann meine Mutter dies spielen?“. Und es ist eine legitime Frage, heute mehr als vor 20 Jahren. Denn immer mehr Frauen finden Spaß daran, Spiele zu spielen. Ob dies vielleicht mit daran liegt, dass man UIs und generell Spielkonzepte nicht mehr nur an Hardcore Gamer richtet? Wie dem auch sei, es ist eine gute Sache, dass immer mehr Personen Games spielen, denn so kommt das Medium langsam aber sicher in der Mitte der Gesellschaft an.

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