Shroud of the Avatar new Screenshot

Warum es keine gute Idee ist, auf Spieler zu hören

Spieler wollen immer mitbestimmen, wie sich ein Spiel entwickeln soll, doch, wie man aktuell an Shroud of the Avatar sehen kann, ist das nicht immer eine gute Idee.

Mitbestimmungsrecht ist eigentlich eine gute Sache. Doch nicht jede Idee ist auch wirklich gut oder förderlich für ein Spiel.

Einige Spieler haben es sich gewünscht, dass man Open PvP in Shroud of the Avatar einführt oder die Spieler zumindest irgendwie dazu zwingt, dass sie PvP machen müssen. Nun haben die Entwickler auf diese Handvoll Spieler gehört und übergehen damit die Wünsche von anderen Spielern. Man übersieht auch, dass eine solche Situation früher schonmal nicht funktioniert hat – in Ultima Online. Und dennoch hat man dem Druck einer lautstarken Minderheit nachgegeben. Ob das förderlich für das Spiel ist, wird man noch sehen.

Als Entwickler hat man eine Idee, eine Vision eines Spiels und diese sollte man möglichst umsetzen. Lässt man sich zu sehr von Spielern beeinflussen, dann verwässert man diese Vision, die unter Umständen komplett zerstört wird. Das kann nicht der Sinn dessen sein, wenn man Spielern ein Mitbestimmungsrecht bei der Entwicklung eines Spiels gibt. Vor allem dann, wenn man mit Scheuklappen nur in der eigenen Community unterwegs ist, die vielleicht mit ihren Ansichten die Spieler schon vergrault hat, die die ursprüngliche Vision gut fanden. Man muss abwägen, welche Ideen der Fans gut sind und welche nicht. 

Natürlich ist Feedback immer wichtig, denn schließlich sollen die Spieler Spaß im Spiel haben. Doch gerade eine so kontroverse Idee, wie Spieler zum PvP zu zwingen führt nunmal nicht dazu, dass jeder Spaß hat. Im Gegenteil, für einen großen Teil der Gamer führt dies zu Frust und kein Spiel will Frust bei den Fans erzeugen. Das müssen einige Entwickler offenbar erst noch lernen.

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