Sea of Thieves

Was MMORPGs von Sea of Thieves lernen können

Sea of Thieves war im Prinzip das einzig große MMORPG, das auf der E3 vorgestellt wurde und doch ist es für das Genre ein sehr wichtiges Spiel.

Sea of Thieves zeigt, wie ein modernes MMORPG aussehen kann und wie man mit dem Genre viele Spieler erreichen kann.

Schaut man sich den Trailer zu Rares MMO an, dann fällt einem direkt auf, dass es kein HUD gibt. Keine fliegenden Zahlen oder Balken, keine Fenster… Man sieht nur die Spielwelt und das Geschehen. Möchte man mit einem Objekt interagieren, so klickt man es einfach an. Man nutzt es in der Welt, ohne dass sich ein Fenster öffnet, über welches man dies und jedes tun oder kombinieren muss, um endlich das zu erreichen, was man möchte. Dies führt dazu, dass sich Sea of Thieves extrem flüssig spielt. Man wird nicht aus dem Geschehen gerissen, indem man erst Listen durchforsten, Fenster öffnen und hier und da Dinge kombinieren muss. Alles ist im „Flow“.

Nun mag man anmerken, dass Sea of Thieves sehr casual aussieht. Das mag sein. Allerdings sieht man auch, dass MMOs, die auf alte Tugenden und komplexe Spielmechaniken setzen, nur noch wenige Spieler erreichen. Diese Nische wird zudem immer kleiner. Diejenigen, die mit komplexen MMORPGs groß geworden sind, die Crafting über mehrere Fenster und viele Listen betreiben wollen, die gerne lange Grinden, bevor sie gut genug sind, um mit der Story fortfahren zu können, werden immer weniger. Jüngere Spieler sind andere Spielmechaniken gewöhnt.

Hinzu kommt, dass MMOs gar nicht casual sein müssen, um modern zu sein. Hier braucht man sich nur Escape from Tarkov anzuschauen. Das Spiel setzt auf hohen Realimus und ist komplex und trotzdem kommt es beispielsweise völlig ohne ein HUD aus. Und es funktioniert und spricht die Spieler an.

Sea of Thieves – und auch Escape from Tarkov – haben gezeigt, dass MMOs heute noch relevant sein können, wenn sie sich von alten, überholten Spielmechaniken und veralteten Konventionen lösen und einfach einen „Flow“ bieten.

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