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Wie muss ein Party-System in einem MMORPG aussehen?

Traditionell ist man in einem MMORPG „alleine“ unterwegs – also nicht mit NPC Gefährten, wie man dies aus Single Player Games kennt. Die Rolle der Party wird von anderen Mitspielern übernommen.

Doch viele MMO Fans möchten auch mal ohne Gruppenzwang unterwegs sein, weswegen es inzwischen beispielsweise Pets gibt, welche diese Spieler unterstützen. Manchmal kann man sogar NPCs anheuern, die einen begleiten.

Das kommende Selective Multiplayer RPG Shroud of the Avatar will – zumindest im Offline Modus – ein Companion System bieten. Dies bedeutet, dass man im Verlauf des Spiels auf interessante NPCs trifft, die einen sogar zeitweise begleiten. Dadurch soll das Gefühl aufkommen, dass man wie in einem klassischen RPG mit einer Abenteuergruppe unterwegs ist.

Allerdings gibt es an ein solches System auch einige Ansprüche. NPC als Partymitglieder sind keine Pets. Das heißt, sie sollten sich nicht wie Pets verhalten, sondern eigene Persönlichkeiten haben, ihre Meinungen zu Situationen abgeben und etwas zur Geschichte beitragen. Man soll wirkliche Freundschaften schließen können, die NPCs müssen dem Spieler ans Herz wachsen. Zudem ist es wichtig, dass man diese NPCs kontrollieren kann. Das Partysystem von Dragon Age zeigt beispielsweise, wie dies aussehen. Man bestimmt das Verhalten der NPCs in den Kämpfen und kann jederzeit „in sie springen“, um schnell selbst in deren Haut aktiv zu werden. Das Inventar sollte man ebenso verwalten können wie ihre Ausrüstung und ihr Skills. So wie dies eben früher in den RPGs der Fall war. Auf diese Weise baut man eine starke Bindung zu diesen Charakteren auf.

Wenn NPCs nur hinter einem her trotten, mitkämpfen und sonst gar nichts tun, dann sind sie keine echte Party, sondern eigentlich nichts weiter als Pets. Und dann ist das gesamte System eine verschenkte Chance.

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