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Wie Pokemon Go Mobile Games salonfähig machte

Mobile Games wurde lange Zeit von Gamern belächelt. Es seien keine richtigen Spiele und generell würden die meisten diese Games auf Pay2Win setzen.

Doch als Pokemon Go auf den Markt kam, änderte sich das schlagartig.

Pokemon Go gehört momentan zu den am meisten gespielten Games. Klar, es ist neu, es bietet eine Spielerfahrung, wie man sie so zuvor auf den Massenmarkt noch nicht erlebt hat. Und dies lässt die Kritiker verstummen. Mobile Games können relevant sein. Es müssen nicht die immer gleichen Puzzlespiele sein, welche Coregamer ignorieren. Pokemon Go ist fast schon ein echtes MMORPG. Man erlebt Abenteuer, kämpft, kann sich verbessern und es tut etwas, was seit Diablo 1 die Spielelandschaft stark mitgeprägt hat: Es weckt den Sammeltrieb. Man möchte alle Pokemon fangen und sie entwickeln. So, wie man in World of Warcraft alle Sets sammeln will oder alle Raids meistern. Es ist dasselbe Prinzip. Das eine Spiel nutzt lustige, bunte Pokemon, das andere bunte Untote und Dämonen.

Pokemon Go zeigt, dass man aus Mobile Games so viel mehr herausholen kann. Es sind „echte“ Games, die komplex sind und welche den Spieltrieb ansprechen. Das Entwicklerstudio Niantic hat mit Pokemon Go im Prinzip nichts anderes gemacht, als Blizzard mit WoW, Overwatch, Hearthstone und Heroes of the Storm. Man hat ein Genre genommen, das, was keinen Spaß macht entfernt, es massentauglich gemacht und die Essenz des Spielspaßes hineingepresst. Diesem Beispiel werden nun sicher noch weitere Entwickler folgen. Einige werden scheitern, andere werden Erfolg haben. Generell wird man aber wohl sehen, wie sich die oft belächelten Mobile Games nun zu etwas entwickeln, was eine starke Relevanz auf dem Spielemarkt hat – und das nicht nur unter Casualgamerm, wie das bisher sowieso schon der Fall war, sondern auch unter Coregamern.

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