Star Wars The Old Republic Sci-Fi Action MMO Screenshot #1

Wie sich Single Player RPGs in MMOs schleichen

MMORPGs sind als Gruppenerfahrungen konzipiert. Und doch finden immer mehr Inhalte für Single-Player-Fans ihren Weg in die Spiele.

Schaut man sich Star Wars: The Old Republic, The Division oder The Elder Scrolls Online an, so haben diese Spiele eines gemeinsam: Man kann sie sehr gut alleine spielen. Das kommende Onlinegame Shroud of the Avatar wird sogar einen optionalen Offline-Modus bieten.

Vielleicht mögen nicht alle Inhalte jedem Solospieler zur Verfügung stehen, in der Regel ist es aber möglich, die genannten MMOs komplett alleine durchzuspielen und dabei jede Menge Spaß zu haben. Doch sind das überhaupt noch MMORPGs? Ja, man trifft andere Spieler – machmal nur in Hubs, manchmal in offenen Welten. In vielen Fällen gehen die Spieler, die man trifft, ihren eigenen Abenteuern nach. Sie scheren sich oft gar nicht darum, dass noch ein anderer Spieler herumspringt. Man ist damit beschäftigt, „seiner“ Story zu folgen – und das alleine. In einigen Fällen schließt man sich mit ein paar Freunden zusammen, um mal diese oder jene Quest gemeinsam zu meistern. Sogar in Klassikern wie World of Warcraft sind immer mehr Inhalte auf Solospieler gemünzt.

Wirkliche Gruppeninhalte oder PvP-Content gibt es zwar auch, allerdings meist vom Rest des Spiels losgelöst. Wer alleine spielen will, der muss sich nicht mit diesen Inhalten beschäftigen. MMORPGs, in denen man alleine so gut wie nichts reißen kann, sind zu einer Seltenheit geworden. Immer mehr Entwicklerstudios gehen wieder dahin zurück, eine Geschichte erzählen zu wollen, und dies gestaltet sich in einem Onlinegame eher schwierig. Es ist eher nicht möglich, eine persönliche Geschichte zu erzählen, wenn diese jeder erleben kann. Das intensivste Storyerlebenis hat man oft nur alleine. Daher werden immer mehr Soloinhalte in MMOs eingeführt, welche diese Spiele aber immer mehr zu Solospielen machen. Wie sich das auswirkt und ob Solospieler damit zufrieden sind, darüber reden wir in einer anderen Kolumne.

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