Shroud of the Avatar Screenshot Ardoris

Zerstört freies Player Housing die Immersion?

Spieler von MMORPGs möchten so viele Freiheiten wie möglich haben, was auch auf das Housing zutrifft.

Man möchte sein Haus dort platzieren, wo man es gerne hätte und alles so dekorieren, wie es einem gefällt. Doch das kann sich negativ auf die Atmosphäre des Spiels auswirken.

Gute Beispiele dafür, wie freies Housing die Immersion und die Atmosphäre eines MMOs zerstören kann, sind Ultima Online und Shroud of the Avatar. In Ultima Online war es möglich, überall ein Haus zu bauen. Dies führte dazu, dass selbst direkt vor Dungeoneingängen Häuser standen. Jemand, der gerne die Atmosphäre de Spiels genießen und eine unbekannte Höhle entdecken und erkunden wollte, der sah sich plötzlich damit konfrontiert, dass vor der Höhle Häuser gebaut waren.

In Shroud of the Avatar ist es möglich,d ass man nicht nur sein Haus, sondern auch das Grundstück dekoriert. Nach dem Final Wipe vergangene Woche, haben einige Spieler schon ihre Grundstücke in Anspruch genommen, ein Haus oder eine Burg darauf gesetzt und damit begonnen, alles zu dekorieren. Nun sieht man in einigen Städten schon die kuriosesten Dinge. Gestapelte Gegenstände, die in den Himmel reichen, geklonte Verkäufer, die Tag und Nacht Spalier stehen. So können die Spieler ihre selbst gecrafteten Items verkaufen. Dies ruiniert ganz einfach die Atmosphäre. Durch das freie Spielerhousing ist es überdies so, dass NPC Städte ihren eigenen Charakter verlieren. Überall herrscht Chaos, was den Stil der Gebäude und die Dekoration angeht. Da SotA auch eine Story besitzt, leidet deren Atmosphäre unter dem chaotischen Housing.

Freiheiten sind zwar schön und gut, doch wenn dadurch anderen Spielern der Spaß an einem MMO vermiest wird, sollte man sich als Entwickler fragen, wie weit diese Freiheiten gehen sollen, ohne, dass die Atmosphäre des Spiels darunter leidet.

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